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Im Hügelland der Murgia leben die
Einwohner vorwiegend von der Landwirtschaft und produzieren vor allem Wein,
Oliven und Mandeln. Heute befindet sich auch die Handelstätigkeit im
Aufschwung. Auf der Schnellstraße SS 100 erreicht man Casamassima, ein auf 233
m liegender Ort, von dem aus man eine wunderbare Aussicht bis zur Adria genießen
kann. Unweit davon erhebt sich Acquaviva, wo sich der Besuch der herrlichen
Kathedrale aus der Renaissancezeit lohnt. Fährt man weiter auf der SS 100,
kommt man nach Sammichele, einer durch die sogenannte „Zampina“ bekannten
Ortschaft: es handelt sich um kleine Würste aus Schweinefleisch. Wenige
Kilometer weiter erreicht man Gioia del Colle, ein wichtiges Industrie- und
Landwirtschaftszentrum, das vor allem durch die Produktion von den typischen Käsesorten
„Mozzarella“ und „Scamorza“ bekannt ist. Hier steht auch die berühmte
von Friedrich II über normannischen Bauresten errichtete Burg, die sich durch
die überaus hohen, schwarzen Bossagetürme auszeichnet. Unser Weg führt uns
weiter nach Altamura. Diese Ortschaft spielte im Mittelalter eine wichtige
Rolle, verschwand dann jedoch fast vollständig. Friedrich II errichtete sie
neu und seither erlangte sie wieder ihre Bedeutung. Sehenswert ist unter
anderem die normannische Kathedrale, eine der vier palatinischen Basiliken
Apuliens. Zu den Spezialitäten der lokalen Küche gehören die „Musquittili“,
eine Art Mehlknödel, die im Wein gesotten werden, und der „Nocino“, ein
nach einem geheimen Rezept zubereiteter Likör. Zwölf Kilometer entfernt liegt
die Ortschaft Gravina direkt am Rande einer tiefen Schlucht. Es lohnt sich ein
Besuch der zahlreichen Monumente: die Grottenkirche San Michele, der Dom im
Renaissancestil (1497), der romanische Kreuzgang San Sebastiano, die Kappelle
Santa Sofia, in der sich das Grab von Angela Castriota Orsini befindet, ein
Meisterwerk der apulischen Skulpturkunst der Renaissance. Von Altamura führt
eine Straße nach Cassano delle Murge, von wo der Blick weit über die Hügel
reicht. Unweit davon befindet sich auf einem Hügel das ehemalige Kloster Santa
Maria degli Angeli, in dem heute ein Pensionat für Augustinerväter geführt
wird. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Wald „foresta Mercadante“, wo auch
ausgerüstete Rastplätze zur Verfügung stehen.
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