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Ein „Trullo“ ist ein Bauern-
oder Handwerkerhaus, das mit einer eigentümlichen Technik erbaut wird. Der
Grundriss ist rund, die Mauern bestehen aus trocken, also ohne Mörtel
aufeinandergeschichteten Steinblöcken, die nach oben hin eine konusförmige
Kuppel bilden. Die Wände sind weiß getüncht; zuoberst auf der Kuppel sitzt
eine schlanke Fiale; die Kuppel selbst ist von konzentrisch angeordneten,
ziegelartigen Platten aus lokalem grauem Gestein, den sogenannten „Chiancarelle“,
gedeckt. Das ganze Gebiet der hügeligen Murgia, das zu den Provinzen von Bari,
Brindisi und Tarent gehört, ist geprägt von größeren oder kleineren Gruppen
von Trulli. Dazwischen erheben sich in volkstümlichem Stil erbaute Ortschaften
wie Castellana-Grotte, Conversano, Gioia del Colle, Locorotondo, Noci, Putignano
(in der Provinz von Bari), Martina Franca (in der Provinz von Tarent), Ceglie
Messapico, Cisternino, Ostuni, Selva di Fasano (in der Provinz von Brindisi).
Alberobello jedoch bleibt die wichtigste, ganz aus Trulli bestehende Ortschaft,
die sich pittoresk in der aufgehenden Sonne auf einem leichten Abhang duckt und
aus mehr als 1000 solchen in einem Gassengewirr angeordneten Gebäuden besteht.
1996 wurde Alberobello von der UNESCO zum „Kulturschatz der Menschheit“ erklärt.
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