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Bari |
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Gehen
wir eine Strecke auf der Seepromenade Imperatore Augusto, so erreichen wir die
Basilika von San Nicola, dem Stadtheiligen. Die Basilika ist eins der
kostbarsten Beispiele für die romanisch-apulische Architektur. Der Bau wurde
1087 im Auftrag des Abtes Elia begonnen, um den Resten des Heiligen Nicola eine
würdige Stätte zu geben, und wurde 1197 beendet. Gehen wir nun noch ein Stück
weiter auf der Seepromenade und biegen dann in den Corso Senatore De Tullio,
kommen wir zur Burg der Hohenstaufen, die Friedrich II über bestehenden
normannischen Grundmauern bauen ließ, wobei zwei wuchtige normannische Türme
in den Bau integriert wurden. Darin lebten Isabella von Aragon und Bona Sforza
mit ihrem Hofstaat; sie ließen um 1500 zusätzliche Befestigungsmauern mit
lanzenförmigen Ecktürmen und einem Graben bauen. Gehen wir nun durch eine
mittelalterliche Gasse, die uns direkt zur Kathedrale führt, einem
romanisch-apulischen Bau aus dem 12. Jahrhundert. Weitere historisch und künstlerisch
wichtige Kirchen der Stadt sind: der Kreuzgang von San Benedetto; San Marco; San
Agostino; die Vallisa; die Kirche del Gesù. Nicht zu vergessen der Bogen
„Arco delle Meraviglie“ und das Haus von Nicolò Piccinni. Wir überqueren
den Platz Isabella d‘Aragona, an dem das Gebäude der Finanzintendantur steht,
und gehen weiter auf die Allee Corso Vittorio Veneto, die zum Messegelände der
„Fiera del Levante“ führt. Diese Messe zeugt von der langen Tradition Baris
als Handelsmacht und gibt heute den Maßstab für die gewaltige wirtschaftliche
und industrielle Entwicklung an, die im Süden im Gange ist. Auf der Allee sehen
wir das Nicolò Piccinni gewidmete Denkmal und das Gebäude der Stadtverwaltung.
Hier zweigt die elegante und luxuriöse Geschäftsstraße Via Sparano ab.
Zuhinterst steht das Hauptgebäude der Universität und das Archäologische
Museum, in dem unter anderem eine eindrückliche Sammlung griechischer und
apulischer Funde ausgestellt ist. Zu sehen sind auch das König Umberto I Die
gesamte Provinz von Bari befindet sich industriell in einer intensiven
Entwicklungsfase, doch stört dies das landschaftliche Bild nicht im Geringsten:
die Vororte im Norden von Bari sind eingebettet in einer üppigen Landschaft,
die gekennzeichnet ist durch die weißen, die einzelnen Felder abgrenzenden
Trockenmauern, und durch die sogenannten „Masserie“, typische festungsähnliche
Bauernhäuser. Im Süden der Stadt hingegen sind die Felder intensiv bebaut und
zeugen von der fleißigen Arbeit der Großbauern. Hier und dort befinden sich
kleine Dörfer, die heute noch ihre antike Bauweise bewahrt haben. |