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Diese
eigenartige mittelalterliche Burg erhebt sich auf einem Hügel der apulischen
Murgia 540 Meter über dem Meeresspiegel und 18 km von der Ortschaft Andria
entfernt. Der Bau wurde in der ersten Hälfte des 13. Jhd. im Auftrag Friedrichs
II von Hohenstaufen, des römischen Kaisers und Königs des Reichs beider
Sizilien, errichtet. Die Burg wurde zum bevorzugten Aufenthaltsort dieses
gebildeten, vielbegabten Mannes. Die Burg Castel del Monte vereint in sich in
beeindruckender Harmonie die verschiedensten architektonischen Einheiten:
klassische Elemente, Elemente im Renaissancestil, ferner Details im romanischen,
gotischen und arabischen Stil, die von der umfassenden Kultur des großen
Hohenstaufers zeugen, der in Palermo ausgebildet worden war, in dieser Stadt, wo
damals drei
verschiedene Kulturen ihren bereichernden Einfluss ausübten: die römische, die
arabische und die von italischen Elementen beeinflusste normannische Kultur. Die
Burg Castel del Monte erhielt ihren Namen von einer nahegelegenen
benediktinischen Kirche (Santa Maria del Monte) und hat seit Bestehen in den
verschiedenen geschichtlichen Epochen stets eine wichtige Rolle gespielt, und
zwar zur Zeit der Hohenstaufen (1240-1266), der Anjou (1266-1443), der Aragonier
(1443-1503), die sich auf dem Thron des Reichs von Neapel ablösten. Zwischen
1348 und 1502 war die Burg zusammen mit der Stadt Andria auch Lehensgut der
Familie Del Balzo, zwischen 1503 und 1552 der Cordova, zwischen 1552 und 1799
der Carafa. Letztere verkauften 1876 dem italienischen Staat die Burg, die
daraufhin zum Nationaldenkmal erklärt wurde.
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