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Die Befestigungsanlagen in der Provinz von Brindisi sind Ausdruck einer zivilen Bautätigkeit, die darauf abzielte, ein Land, das Einfällen und Raubzügen ausgesetzt war, zu verteidigen.
Die Schlösser in ihrer vielfachen Form waren auch "Domus", das der Erholung, der Jagd und den galanten Abenteuern der Regierenden diente. Viele haben einander in diesem Land abgelöst, was dazu geführt hat, dass auch die vielzähligen Spuren ihres Machtstrebens zurückgeblieben sind.
Friedrich II., der mythische "Puer Apulie", hat Brindisi das Zeichen seines Charismas mit dem mächtigen Komplex des Castello di Terra, des "Landschlosses" aufgedrückt, das so genannt wird, um es von der anderen Befestigung am Hafen von Brindisi zu unterscheiden, das auf Ferdinand I. von Aragon zurückgeht. Ebenso in Oria hat uns der Hohenstaufer ein beeindruckendes Bauwerk auf der antiken apulischen Akropolis hinterlassen.
Auf der Schlösser-Fahrt durch die Provinz entdeckt man in jeder Stadt, in jedem noch so kleinen Dorf einen Turm, eine Bastei, eine Burg oder auch nur einen Namen, der daran erinnert, dass hier eine Befestigung stand.
In Ceglie Messapica erhebt sich die Burg der Sanseverino mit diversen Türmen über dem Weiß der Häuser des "Volkes"; Carovigno drängt sich um die Festung mit ihrem "Mandorla"-Turm, den der Prinz von Taranto Del Balzo Orsini im 15. Jh. errichten ließ, um gegen die Angriffe der Sarazenen geschützt zu sein; nur wenige Kilometer weiter weg steht in San Vito dei Normanni am Hauptplatz das Schloss, das im 12. Jh. auf Geheiß von Bosmondo d'Altavilla gebaut wurde und nach diversen Umbauarbeiten in darauffolgenden Jahrhunderten das noch heute zu bewundernde Aussehen annahm (14. Jh.).
Schlösser und großartig befestigte Palazzi kennzeichnen die Feudalgeschichte von Mesagne, Francavilla Fontana, Cellino San Marco, Torre S. Susanna.
Natürlich war man auch darauf bedacht, die Küstenstriche zu sichern, was sich in den zahllosen Wachtürmen widerspiegelt, die Teil eines Systems waren, das insgesamt 431 Befestigungsanlagen umfasste. Dieser Verteidigungsgürtel der Küsten gegen die Piraterei war ein Werk der Regenten des Reiches beider Sizilien, die im 16. Jh. von Neapel aus die Provinz beherrschten.
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