Die Daunia Berge
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Der daunische Apennin besteht aus weichen Hügellandschaften, die sich mit üppigen Eichen und Buchenwäldern abwechseln. Die romantischen Dörfer mit den Steinhäusern, wo sich die unberührte Naturschönheit mit an Geschichte reichen Zentren und der Ruhe der antiken Landatmosphäre verbindet, sind eine undefinierbare und einzigartige Szenerie. Vom Provinzhauptort aus, auf der Staatstrasse 17, trifft man zuerst auf Lucera, auf knapp 200 M. ü. M.. Die Stadt, römische Kolonie seit den Sannitischen Kriegen (315 v. Chr.), war eine der bevorzugtesten Orte von Friedrich II. In der Augustinerzeit gab es ein Amphitheater, das Caesar Augustus geweiht war und welches 1932 ausgegraben wurde und welches man jetzt wieder besichtigen kann. Unter den Attraktivitäten, die die Stadt dem Touristen bietet, ist die Hohenstaufen-Anjou Festung, die von Friedrich II gebaut wurde und teilweise von Karl I von Anjou abgeändert wurde. Letzterer liess ein mächtiges Mauerwerk errichten. Karl II von Anjou ist der aus den ersten Jahren des 14. Jahrhunderts stammende Bau des Domes in gotischem Stil (der Heiligen Jungfrau gewidmet), welcher auf einer bereits existierenden Moschee errichtet wurde. Diese Moschee ist ein Symbol der Sarazenenkolonie, welche Friedrich II in den Jahren 1223 und 1224 von Sizilien nach Lucera gebracht hatte, und welche Karl II zerstören sollte. Bei einem Spaziergang durch die eindrückliche Altstadt, voll von Adelsvillen, trifft man auf zwei weitere Kirchen aus der Zeit der Anjou: San Domenico, welche sich auf eine barocke Art präsentiert, und die Kirche San Francesco, wo die Gebeine des Heiligen aus Lucera, San Francesco Antonio Fasani, aufbewahrt werden. Zu besichtigen sind auch die Kirche San Matteo al Carmine, vor welcher sich ein schöner Platz befindet, die Kirche Santa Caterina und die Kirche Sant’Antonio Abate. Lucera hat auch ein wichtiges Stadtmuseum, das Museum „Giuseppe Fiorelli“, welches reich an Funden aus der Römischen Zeit ist. Wenn man von Lucera aus der Provinzstrasse folgt, erreicht man Biccari, ein kleiner Ort umgeben von vielem Grün: hier kann man den Naturpark von Monte Cornacchia und Bosco Cerasa besichtigen, aber auch den Pescarasee von vulkanischem Ursprung und den Wald Vado del Tufo, während in der Altstadt der byzantinische Turm und das ethnographische Museum interessant sind. Ein Wald ist auch in Faeto, der höchstgelegenen Gemeinde der Provinz Foggia auf 866 M. ü. M., Hauptdarsteller. Faeto hat die einzigartige Eigenschaft, eine linguistische Insel zu sein, den ihr Ursprung geht in das Jahr 1345 zurück, als hier Karl II von Anjou eine provenzalische Kolonie heimisch machte. Tatsächlich hat die Sprache in Faeto die typisch französisch-provenzalische Ausdrucksweise beibehalten. Besonders interessant sind die Mutterkirche und das ethnographische Museum, das sich in der antiken Residenz des Catapano befindet. Wenn man dem Weg entlang dem nördlichen daunischen Apennin folgt, trifft man auf die Gemeinden Roseto Valfortore, mit einem interessanten mittelalterlichem Dorfkern und dem Baronspalast, Volturino, Volturara Appula und Alberona, alle umgeben von einer üppigen Vegetation, die von Quellen mit frischem und klarem Wasser genährt wird und wo es möglich ist, die ausgezeichnete lokale Küche zu kosten. Unter den an Geschichte reichsten Orten des nördlichen Teils der Daunia Berge sind zweifelsohne Motta Montecorvino und Pietramontecorvino, zu nennen. Beide wurden, zusammen mit Volturino, von den Flüchtlingen von Montecorvino gegründet; Pietramontecorvino hat eine interessante Altstadt mit einem schönen Herzogskastell aus der Zeit der Hohenstaufen. Nicht weniger Interessant sind die Orte Casalvecchio di Puglia, welches das Dialekt einer albanischen Gemeinschaft, welche sich im XV. Jahrhundert im Dorf niederliess, aufbewahrt hat, Castelnuovo della Daunia, heute ein wichtiges Thermalzentrum und Casalnuovo Monterotaro, in dessen Nähe sich die Überreste eines Kastells aus dem IX. Jahrhundert befinden. Beinahe an der Grenze zur Region Kampanien, befindet sich San Marco La Catola, eine kleine Gemeinde, die vermutlich im XIII. Jahrhundert von den Heimkehrern des VI Kreuzzuges gegründet wurde; es lohnt sich den Palast/Festung mit zwei Türmen und das Kapuzinerkloster zu besichtigen. Im Inneren des Klosters, 1585 auf den Ruinen einer Abtei gebaut, kann man ein hölzernes Basrelief der Madonna von Giosafat aus dem 13. Jahrhundert bewundern, welches der Tradition nach von den von Friedrich II befreiten Christen aus Jerusalem gebracht wurde. Wenige Kilometer entfernt, mit Blick auf den Damm von Occhito und auf das Fortoretal, befinden sich Celenza Valfortore und Carlantino. Auch auf der südlichen Seite der Daunia Berge treffen wir auf an Kultur und landschaftlich reiche Orte. Einer der bekanntesten ist Troia, berühmt für die schöne romanische Kathedrale, deren Rosette zum Symbol der Stadt geworden ist. Troia erhebt sich am Ort der antiken Stadt Aecae, ein daunisches Städtchen, das von Römern und Karthagern begehrt war, deren Ursprung jedoch ins elfte Jahrhundert zurückführt. Ausser der Kathedrale sollte man die Kirchen San Basilio (XI Jh.) und San Giovanni, die Adelspaläste, das Diözesanmuseum und das Stadtmuseum sehen. Von hier aus kann man wählen, ob man weiter nach Castelluccio Valmaggiore, wo man den schönen byzantinischen Turm sehen kann, oder nach Celle di San Vito, die kleinste Gemeinde der südlichen Daunia Berge mit nur 200 Einwohnern, wo man, wie in Faeto, französisch-provenzalisch spricht, gehen möchte.

Wenige Kilometer von Troia entfernt befindet sich Orsara di Puglia, eine Ortschaft mit antikem Ursprung, welche ab 1228 bis zum Ende des Jahrhunderts Hauptsitz der Ritter des Calatrava Ordens waren, die hier den Baronspalast bauten. Zu besichtigen sind die Abtei Annunziata (XI Jh.) und die Grottenkirche des heiligen Michaels. Im Sommer lohnt es sich während dem „Orsara Jazz“ nach Orsara zu kommen. Danach kommt man nach Bovino, ein Dorf mit uraltem Ursprung (Zeugnisse hiervon sind das Stadtmuseum und die verschiedenen Ruinen, die sich auf dem Land hier befinden), welches Diözesan- und Herzogssitz war. An die Geschichte von Bovino erinnern verschiedene Monumente wie die Kathedrale aus dem XII Jahrhundert und das Kastell, welches von den Normannen auf einer römischen Festung gebaut, später von Friedrich II erweitert und von den Guevara im XVII Jahrhundert in ein Herzogspalast umgebaut wurde. Einige Kilometer vom Dorf entfernt befindet sich die Wallfahrtskirche Santa Maria di Valleverde aus dem dreizehnten Jahrhundert, nach welcher man sofort in Deliceto eintrifft, wo sich ein Kastell mit rechteckigem Grundriss erhebt, das in seinem Bau an den geschichtlichen Ablauf von den Normannen zu den Aragonesen erinnert. Fünf Kilometer vom Wohngebiet entfernt, befindet sich das mächtige „Kloster Santa Maria della Consolazione“, wo für lange Zeit der heilige Alfonso Maria de’ Liguori und der heilige Gerardo Maiella lebten. In Deliceto wird jährlich an den ersten Augusttagen mit Spielen, Tanz, Musik und einheimischem Handwerk der Tag des schwarzen Schweins der Daunia Berge (autochthone Schweinerasse) organisiert; dieses Ereignis entspringt einem Projekt des Jahres 2001 der Kooperative Pegaso in Zusammenarbeit mit dem CNR, mit welchem man in unseren Gegenden diese alte und besondere Rasse des Schweins wieder einführen möchte. Vom Gipfel des Hügels, auf welchem sich das Dorf befindet hat man einen der schönsten Aussichten der ganzen Capitanata, und das ist der Grund weshalb die Gemeinde Sant’Agata als Balkon Apuliens bezeichnet wird. Das Dorf ist wirklich eindrucksvoll und es ist charakterisiert von interessanten Monumenten wie dem Kastell, Kirchen, Adelspalästen, dem Kloster Sant’Antonio, aber auch von einer alten Ölpresse aus dem sechzehnten Jahrhundert. Tre Titoli: das ist der Name des Berges auf welchem sich Accadia befindet. Nicht wenige Gelehrte der Provinz vergleichen, mit passenden Proportionen, die Zone von Accadia mit der der Dolomiten, vor allem in der Nähe der Pietra di Punta Schlucht, wo Karstfelsen über 150 m hinabfallen und wo der Bach Frugno spektakuläre Wasserspiele provoziert. Accadia, von mittelalterlichem Ursprung, hat sich um die Ruine der uralten Stadt Eca entwickelt: von dieser Vergangenheit blieben nur die Ruinen des Kastells und dem Ort Rotato an einer Verzweigung der Via Appia. An der Grenze zur Irpinia befindet sich Anzano di Puglia, ein kleines Dorf, das von der Landwirtschaft (Korn, Oliven und Wein) und von einer bescheidenen Käseindurstrie lebt, die Käse und Caciocavallo von unbeschreiblichem Geschmack herstellt. In der Gegend, nahe an der Grenze zur Region Kampanien, befinden sich die im Grün eingetauchten Dörfer Monteleone di Puglia, welches erst seit 1929 zur Provinz Foggia gehört, und Panni, welches wahrscheinlich den Namen des Gottes der Wälder Pan trägt. In Richtung Foggia muss man Ascoli Satriano besichtigen. Hier haben viele Ausgrabungen die Eröffnung des Archäologischen Parks der Daunier ermöglicht, und die wichtige Stätte Villa di Faragola, welche reich an wunderschönen Mosaiken aus dem IV. Jh. V. Chr. bis zum IX Jh. n. Chr. ist, ans Tageslicht gebracht. Aus römischer Epoche sind eine Brücke über dem Fluss Carapelle und die Reste eines Aquädukts. Die Altstadt des Dorfes verfügt über einen Dom aus dem XII. Jahrhundert, schöne Paläste und das Kastell aus dem XIII Jh., welches später in ein Herzogspalast umgewandelt wurde. 279 v. Chr. kämpfte man die bekannte Schlacht von Ascoli, bei welcher die Römer auf das Heer von Pirro trafen. Von Ascoli aus, wenn man Richtung Kampanien und Basilikata fährt, erreicht man Candela, mit der schönen Altstadt und den verschiedenen Bauten von gewisser Wichtigkeit, und Rocchetta Sant’Antonio, mit dem charakteristischen schiffsbugförmigen Turm des Kastells aus dem XV. Jh.. In der Nähe, ein obligatorischer Halt für die Pferderennenliebhaber, befindet sich die Gemeinde Castelluccio dei Sauri, welche über eine sehr moderne Pferderennbahn verfügt.