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 Die Schlösser

Nicht weniger als zwanzig Schlösser machen aus dem Salento eine einzige mächtige Festung, ein Schutzwall aus Granit, zusammen mit den Küstentürmen und den befestigten Gehöften im Inneren des Landes, gegen hunderte von Invasionen, die während der Jahrhunderten aus dieser Provinz ein Land der Eroberung gemacht haben für Normannen, Sweben, Anjou, Aragonier, Spanier, Venezianer, Sarazenen.
Die aktuelle Form fast aller Schlösser im Salento geht auf die Renaissance zurück (15. Und 16 Jh.), auch wenn oft die verschiedenen Bauten auf vorhergehende Konstruktionen basieren, wie zum Beispiel die Schlösser von Copertino, Gallipoli, Otranto, Acqurica del Capo, Presicce, Morciana di Leuca und von Roca Vecchia.
Bezeichnend sind das Schloss von Karl V. in Lecce (erbaut zwischen 1539 und 1549) und die befestigte Stadt mit Schutzwällen und Wassergraben von Acaja (im Gebiet von Vernole) in der Nähe von der Provinzhauptstadt. In diesen Werken ist die militärischen Architektur der Renaissance zum Ausdruck gekommen, nicht nur für den Salento, auch für das ganze Land.. Dies war das Werk des Architekten Gian Giacomo von Acaja, der dem Kaiser Karl V. sehr am Herzen lag. In der letzten Zeit ist das Schloß von Lecce zu dem geworden, was am natürlichsten und am angebrachsten scheint: eine Kulturstätte, die von vielen anderen Provinzen beneidet wird.

Die befestigten Gehöfte

Befestigte Bauwerke sind häufiger im Süden der Halbinsel zu finden, christlicher Vorposten gegen die Ungläubigen: Stolze militärische Bauwerke sind erhalten in Salve (das im Jahre 1537 harte Attacken von seiten algerischer Banditen erlitten hat), Morciano di Leuca (das Schloß Castromediano), Giuliano und Salignano (Castrignano del Capo), Alessano (befestigter Wohnsitz der Gonzaga), Acquarica del Capo mit dem Schloss der Sforza aus dem 15. Jh., Scorrano, Taurisano, Tricase mit dem beeindruckenden Palazzo Gallone aus dem 14. Jh. auf den das vollkommen erhaltene Schloss von Depressa aus dem 14. Jh. und das Schloss von den Trane di Tutini aus dem 14. Jh. schauen, Racale, Parabita, Palmariggi, Otranto mit dem wunderschönen Schloss und dem alfonsinischen Turm, der Theater von verzweifeltem Widerstand, das Schloss von Acquaviva di Nardò, Gallipoli (mit byzanthinischer Befestigung und angiovinischer Gründung, mit Rivellino aus dem Jahr 1522, und gewaltigen Basteien), Galatone, Copertino (mit einem beeindruckenden Schloss aus dem 15. Jh. geschmückt mit einem Triumphbogen und einer frühchristlichen Krypta) und am Ende Castro, dessen Schloss auf den Resten einer antiken römischen Burg erbaut worden ist und am Kanal von Otranto über das Meer wacht.

Die Türme

Die Geschichte der Küstentürme und der befestigten Gehöfte basiert sich auf die der Schlösser im Umland von Otranto. Die Türme westlischen und der adriatischen Küste in einer idealen Kette erbaut um die sarazenischen Feluken zu ersichten, und die Gehöfte im Landesinneren strategisch verteilt im Gebiet von Lecce, Nardò, Ugento, vom 15. Jh. bis zum 19.  Jh. Hauptdarsteller eines echten Epos (der Kampf der Bewohner gegen die Türken iund gegen die Plünderer zu allen Jahreszeiten, der Kampf der Herrenklasse gegen Drohungen des Volkes, der Kampf der Bauern ums tägliche Überleben).
Die Sichtungs- und Meldungstürme, die im späten 16. Jh. erbaut wurden sind in ihrer ernsthaften Wesentlichkeit echte Schmuckstücke militärischer Bauwerke bezeichnen stark die Küste des Salento; in Leverano, einer der antiksten, der friderizianische Turm aus dem 13. Jh., und in Lecce sind die zylindrischen Türme von Belloluogo und Parco sichbar, der erste aus dem 14. Jh. und der zweite aus dem 15. Jh. Der Tourist kann sie an jedem Ort besichtigen, und es ist immer eine Überraschung sie gegen die Sonne, deren Licht im Meer erstirbt, zu bewundern, im Blick auf die Geschichte dieser Gegend, die eine Geschichte von Plündereien, Kriegen, Verrat und Niederlagen ist.
Erhaben sind die Türme der unteren Küsten des Adriatiks von Torre Specchiola bis Torre Rinalda, von Torre Chianca bis zu den Resten von Torre Veneri, von Torre Specchai Ruggeri (Vernole) bis San Foca und bis Torre dell’Orso, von torre Santo Stefano bis Torre del Serpe, beide im Gebiet von Otranto, von Torre Sant’Emiliano bis Torre di Minervino (die die Bucht von Porto Badisco überragt). Weiterhin die Türme von Diso, Andrano, Tricase, Tiggiano, Alessano und von Omo Morto, der unerschrocken in Lecce ausharrt, und die der westlichen Küste von ausgehend Torre Vado, die über den Hafen herrscht, bis Torre Pari, die fast im Meer versinkt, bis Torre Mazza und San Giovanni (Ugento), Torre Suda (Racale), Torre Sabea (Gallipoli), die imposante Torre delle Quattro Colonne und die feierliche Torre dell’Alto von Nardò, die von einem Hang eines verzaubernden Vorgebirges aus das Spektakel der Küste dominiert, die sich im Augenschein verliert, und zum Schluss, noch im Gebiet von Nardò, die Torre Sant’Isidoro und Torre Squillace im Blickfeld der weiter im Norden liegenden Türme von Porto Cesareo.  

Um das ausgedehnte Panorama der Architektur des Salento zu vervollständigen können die eindrucksvollen Zeugnisse der ländlichen Bevölkerung nicht fehlen, die unter dem Namen “paiare” bekannt sind, kegelstumpfförmige Trullen auf dem Land verteilt, die jahrelang als Zufluchtsort für die Hirten und Bauern gedient haben und als eines der ersten Werke von Besiedlung in den ländlichen Gebiete gilt.

Die Zivilisation des weissen Steines

Die Steine gemeinsam mit anderen originellen Werken wie die Öfen, die Ölpressen, die Gruften von Vernole, von Sternatia, von Copertino, von Cutrofiano, von Morciano di Leuca, von Trepuzzi, von Calimera, von Acaja, und die Brunnen, die Zisternen, die spitzbögigen Trullen von Specchia, von Otranto und von Borgagne, die Strohhütten von Calimera und von Martano, die Unterkünfte aus Stufen von Capo di Leuca, die Bienenstände, die phantasievollen artesischen Brunnen und die zahlreichen jahreszeitlichen Unterschlüpfe aus Stein, die in allen Ecken der Provinz zu finden sind, die diese Zivilisation des weissen Steines schaffen, die das einzige, echte und definitive Element sind, was den Salento von der ganzen Welt unterscheidet. Das Weiß, griechisches und mediterranisches Erbe, das in dem Stein (von der anfänglichen Architektur bis hin zur religösen, zivilen und militärischen) seine immer lebendige und überraschende Interpretation findet.