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Noch nie war ein Handwerk so “angekündigt” wie die Töpferei. Es würde ausreichen einen mit Blumen dekorierten Krug der Messapi in die Hand zu nehmen, um zu verstehen wieviel Ton sich in den Falten des Herzen und der Hände festgesetzt hat. Die Tonerde nimmt auf der Drehbank hunderte von Formen an; die zur Sammlung enthalten auf magische Weise den Wind in einer Pfeife. Durch das viele Mähen in den Feldern und Sümpfen, bedrängt von den Bremsfliegen und belästigt von den Mücken, ginig die Hautfarbe immer mehr ins Gelb über wie die Rohre des Schilfgras in den Sümpfen von Ugento.
Die Trockenlegungen und das Chinin besiegten schließlich das Fieber, aber der Korbmacher verarbeitete weiterhin Weide und Schilfgrasrohre und flickte mit Olivenästen die trägen Geflechte. Einige Weidenkörbe für die Aufbewahrung von Molkekäse ähneln unbefleckten Spitzbögen aus bebendem Kalk. Sie nannten ihn “Mesciu Pietru de li Cristi”, und sie hatten viele Kruzifixe aus Eisendraht mit Christus, aber auch Puppen und Heilige. Ein Barbier, der sich in der Kunst verloren hatte, so sagt man, hatte seinen Laden im barocken Lecce, und dort kochten Papier, Mehlkleber, Kupfersulfat und glänzende Tücher. Er erhitzte eigenartige Gegenstände um die Statuen zu modellieren, und die Kinder stellte sich der Reihe nach auf um den Geruch von Stroh und Hanf zu genießen. Wieviele gebrochene Bärte für eine einzige Krippe nur des Barbiers wegen!
Sie blieben stundenlang auf den Brettern balancierend und zisilierten die eigenartig geformten Steinblöcke . Drachen, Meerjungfrauen, Telamone, Karyatiden, Seepferdchen, Löwen und Adler. . . Sogar die Götter wurden zu Stein um sich von diesen Händen modellieren zu lassen.

Sie zisilierten, schnitzten, polierten den ganzen Tag lang, wie Waisen eines perfekten Mechanismus. Wenn sie abends nach Hause gingen, ließen sie eine Wolke aus goldenem Staub hinter sich, wie vertreute Glühwürmchen.