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Die Verbindung zur Vorgeschichte ist durch und durch weiblich: auf der einen Seite die wunderschönen und fruchtbaren Aphroditen von Parabita, die großen Mütter der ausgeprägten mütterlichen Merkmale, vor 15.000 Jahren in Knochen geschlagen und als Abdruck im zivilen Museum der Paläontologie und Paläetnologie von Maglie aufbewahrt, gemeinsam mit einer außergewöhnlichen Sammlung von fossilen Resten, die die vorgeschichtliche Fauna des Salento darstellen. Auf der anderen Seite dagegen an der adriatischen Küste die neolithische Grotte dei Cervi in Porto Badisco, eines der beeindruckensten Monumente der Felsenmalerei in Europa mit mehr als 3.000 Bilderschriftzeichen in Ocker und Fledermausguano, die durch ein erzählerisches Kriterium von sehr intensiven Bewegungen charakterisiert sind: Tänze, Szenen der Widjagd, geometrische Figuren und Schamanen. Dicht bei Castro ist die Grotte Romanelli, Standort par eccellence des paläolithischen Menschen in Italien, mit den ersten apulischen Graffitti, die eine Mythologie enthüllen, die sich auf der sexuellen Symbolik basierte. Weiterhin die Grotte Zinzulusa, reich an einem phantastischen Proszenium von Stalaktiten und Stalagmiten, die man vom Meer aus oder von einem ausgebauten Felsenabhang erreichen kann. Weiter im Süden dagegen in Capo di Leuca befinden sich die Morgendämmerungshöhlen: die Höhle Tre Porte mit den Resten eines Neanderthalers und afrikanischer Fauna, wie dem Rhinozeros, die Grotte des Elefanten und die Grotte der Giganten, wo Knochen und Zähne von Dickhäutern gefunden worden sind, und die Grotte des Teufels, in der Feuerstellen, Geräte und Tonwaren aus dem Neolithikum gefunden wurden, weiterhin Meeresgrotten, die oft auch vom Land aus zu erreichen sind und die die Erinnerung an die Ahnen dieses äußersten Zipfel der Halbinsel wachhalten und die der unangefochtene Zufluchtsort für die seltene Kornblume des Salento und für den Wanderfalken sind.   
Wilde Küstenlandschaft durch ein paar dutzend Grotten unterbrochen, mit Farb- und Reflexspielen, die ihresgleichen suchen, von Punta Ristola bis hin zur Baia di Uluzzo auf der Seite des Ionischen Meeres, wo sich am Rande des Parks von Portoselvaggio die Grotten del Cavallo und di Uluzzo öffnen mit paläolithischen Einlagerungen und Handarbeiten und Resten von großen Säugetieren. Diese außergewöhnlichen Fossilfunde haben den Paläonthologen in der ganzen Welt neue Schlüssel und neue Untersuchungshinweise gegeben, unter dem Siegel einer anfänglichen und verdunkelten Wurzel in Zeiten, in denen der Salento aus gutem Grunde ein Lager unter freiem Himmel ist, und frei von jedem Touristen betreten werden kann und von unschätzbarem Wert zur Dokumentation der Vorgeschichte des europäischen Kontinents ist. Der erste versöhnende Totem des Salento ist die “Venus”, die vor dreißig Jahren in Parabita entdeckt wurde, die die königliche Essenz der Weiblichkeit und der Fruchtbarkeit darstellt, vergleichbar mit der berühmten österreicherischen “Venus” von Willendorf. Noch völlig unklar ist dagegen die Bedeutung und das Ziel der salentinischen Megalithen.
Sie sind über die ganze Provinz verteilt und gehen wahrscheinlich auf die Bronzezeit zurück und deswegen chronologisch gesehen jünger als die ähnlichen, beeindruckenden Megalithen, die entlang der atlantischen Küste in Europa zu finden sind. Menhir, Dolmen und Steinhaufen stellen einen der spektakulärsten, aber auch mysteriösesten Momente der antiken Geschichte des Salento dar. Diese Orte schweben zwischen Legenden und Vermutungen, in denen sichere Notizien vollkommen fehlen.

(für Näheres sehen Sie zu “Pietre” von Toti Calò)

Als erste Bewohner der Provinzen von Lecce, Brindisi und Taranto haben die Messapi eine sehr fortgeschrittene Zivilisation ins Leben gerufen, dessen zum Teil sehr eindrucksvollen Spuren in den letzten Jahren immer mehr ans Licht kommen, dank der Ausgrabungen, die in vielen Gebieten des Salento stattfinden.
Auch wenn das Gedächtnis der antiken Orte vergraben ist unter den modernen Stadtanlagen von Lecce, Torre San Giovanni, Porto Cesareo, Otranto und Santa Maria di Leuca, bleiben doch die anderen Orte der Messapi den archäeolgischen Ausgrabungen zugänglich: Rudiae mit Resten eines Nymphäum und eines Amphitheaters; Cavallino mit seinen kilometerlangen Stadtmauren und seinen fünf Toren; Roca Vecchia (Meledugno) mit seinen Kratern und der Grotte della Poesia, wunderschöner natürlicher Tempel für die Seefahrer des Mittelmeers; Muro Leccese und Vaste (die sich im Gebiet von Poggiardo befinden) mit Grabeinlagerungen, kleine Silbertresore und Gegenstände griechischer Herkunft.
 Ein archäeologisches und epigraphisches Vermögen von außergewöhnlichem Interesse kann im Museo Provinciale von Lecce (das älteste Museum in der Region) bewundert werden und auch in den Museen: Museo Civico von Gallipoli, dem archäeologischen Park von Alezio, Museo Civico von Ugento, und um sich ein gesamtes Bild machen zu können, sollte man das Nationalmuseum von Taranto aufsuchen. Dort findet man: Bestände von Statuen, Krüge, Fibeln, Mischkrüge, bemalte und glasierte Tonwaren, Lampen, importierte und örtliche Tonwaren, aber vor allen Dingen eifersüchtige Wächter einer blühenden und originellen Vergangenheit, die lange vor der griechischen Kolonisierung so lebendig war aufgrund der Macht und Eingebung des Volkes der zwei Meere.